GALERIE FÜR ZEITGENÖSSISCHE SCHWEIZER KUNST

Silvio Mattioli

 

Silvio Mattiolis letzte selbst gestaltete Ausstellung - 30 Werke des grossen Eisenplastikers bei Kunst im West

 

Silvio Mattioli, am 2. Februar 1929 in Winterthur als zweiter Sohn italienischer Einwanderer geboren, gehörte neben Jean Tinguely und Bernhard Luginbühl zu den bedeutendsten Schweizer Eisenplastikern. Das Arbeiten mit Eisen packte den ausgebildeten Steinbildhauer früh. 1954 zündete er auf seinem ganz auf das Kunstschaffen ausgerichteten Anwesen in Schleinikon bei Zürich mit 25 Jahren zum ersten Mal seine Feueresse an, um in den Fussstapfen seines Grossvaters, Eisenschmid aus Ravenna, und Vaters, Schmid bei Sulzer, dem harten, unnachgiebigen Werkstoff Schlag um Schlag Eleganz und Ausdruckskraft abzuringen. Er arbeitete archaisch – vor dem offenen Feuer. Im Unterschied zu Luginbühl und Tinguely war Mattiolis Schaffen sodann auch weniger technisch sondern vielmehr emotional mystisch. Sein „zentrales Anliegen war die Verwandlung des Eisens. Schmiedend erweckte er den Werkstoff der Maschinen und Waffen zum Leben. Er verstand es, selbst dickes Eisenblech mit dem Hammer so zu bearbeiten, dass das Licht auf den gewölbten Oberflächen zu fliessen beginnt und dadurch physische Bewegtheit suggeriert“, hielt Mattias Frehner in seiner Biographie zum 80sten Geburtstag des Künstlers fest.

 

Aus dem öffentlichen Raum ist Silvio Mattioli seit den 70er Jahren nicht mehr wegzudenken. Seine grossen Raumplastiken mit ihren sich emporschwingenden Bögen und dynamischen Geraden wirken trotz ihres Gewichtes elegant und leicht. Zu den wichtigsten gehören etwa «Der grosse Aufschwung», welche seit 1979 beim Zürcher Paradeplatz vor der Confiserie Sprüngli steht, die Komposition «Team» auf dem Cityport-Oerlikon vor der ABB oder die 15 Meter hohe farbenfrohe Stahlplastik «Triangle», welche die Reisenden seit 2006 auf ihrem Weg nach Martigny empfängt. Sie alle nehmen Bezug auf ihre Umgebung und prägen diese ihrerseits wiederum entscheidend. Daneben schuf der Künstler zahlreiche Werke für sakrale Einrichtungen. Zu den bekanntesten gehört hier etwa das 2001 im Auftrag des Klosters Disentis entstandene «Brandkreuz». Und aktuell wurde im Oktober 2011 beim Friedhof Altstätten die lange Zeit im ehemaligen Frauenkloster «zum guten Hirten» aufgestellte Kreuzwegplastik neu eingeweiht.

 

Gerne steht Ihnen Kunst im West für weiterführende Informationen über Silvio Mattioli zur Verfügung: E-Mail: kunstimwest@bluewin.ch / Tel.: +41/43 321 32 39

Hardturmstrasse 121 8005 Zürich

Öffnungszeiten:

Vom 17.11. bis am 17.12. täglich von 13.30-21.00 Uhr geöffnet.

© Kunst im West 2017

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